DER WEG DES RÄUCHERDUFTES

 

 


Die Tradition von Räucherwerk ( jap. Koh ) wurde in Japan im sechsten Jahrhundert, das heißt zeitgleich mit der Einführung des Buddhismus, von China übernommen. Zunächst wurde Koh ausschließlich bei religiösen Anlässen verwendet, doch schon bald fanden die Adeligen am Kaiserhof Gefallen an dem edlen Rauch exotischer Aromahölzer. Die Düfte wurden mehr verfeinert und dienten sowohl zum Parfümieren - der Räumlichkeiten und Kleidung, als auch zum rein ästhetischen Zeitvertreib. Als ein fester Bestandteil der schöngeistigen Künste war Koh, ähnlich wie die Kalligraphie, Poesie und Musik, aus dem hochzivilisierten höfischen Leben nicht mehr wegzudenken. Der Räucherduft rankte sich um Liebespaare, inspirierte Gedichte, vertiefte das Empfinden der Jahreszeiten, untermalte Teezeremonien, verschönerte Ikebana-Blumen-Gestecke und diente als Unterstützung jeglicher Kreativität.Da zur Herstellung  der exquisiten Räucher-kreationen bis zu zweihundert verschiedene Ingredienzien Verwendung fanden, entwickelte man am Hof raffinierte Duft-Erkennungs-Spiele. Aus diesem zunächst mehr spielerischen Vergnügen entstand dann eine kunstvolle Zeremonie, in welcher der Räucherwerk-Meister und seine Gäste nach festgelegtem Ritual dem Duft lauschen, genannt Koh-Do, " Der Weg des Räucherduftes ", als einer der drei japanischen Kunst-Wege, wie Cha-Do, " Der Weg des Tees -, und auch Ka-Do, " Der Weg der Blumen

Mit Hilfe feinster Utensilien wurden in fest vorgeschriebenen Abläufen kostbare
Holzschnitze in einem mit Asche gefüllten Gefäß auf Kohlestückchen erhitzt und herumgereicht. Es geht bei der Koh-Do-Zeremonie nicht so sehr um das Erkennen bestimmter Düfte, sondern vielmehr um die dadurch erlebte innere Reise und Bewusst-seinserweiterung. Mit der Zeit gewann Koh auch in den anderen Bevölkerungsschichten an Popularität und gehörte bald zum Alltag eines jeden Japaners. Nachdem die Koh-Tradition auf Grund mangelnder Rohstoffe für einige Zeit etwas in Vergessenheit geraten war, gewinnt sie heute, nicht nur in Japan, wieder verstärkt an Interesse und Beliebtheit .

HERSTELLUNG :
Erlesene Naturrohstoffe (wie z.B. Sandelholz, Nelken, Anis, Zimt,  Weihrauch, Jinkoh ) werden sorgfältig abgewogen, zu feinem Pulver vermahlen, gesiebt und mit heißem Wasser einem Teig verrührt, wobei die klebrige Rinde des japanischen Tabuko-Baumes als neutrales Bindemittel ohne Eigenduft dient. Die Räucherstäbchen werden dann geformt, getrocknet, von Hand verlesen und verpackt. SHOYEIDO verzichtet bei der Herstellung von Räucherwerk bewusst auf die Verwendung synthetischer Öle, künstlicher Duftstoffe und Bindemittel, sowie chem. Brennmittel und sonstiger unedlen Substanzen. JINKO, das Geheimnis von KOH. Die sehr unterschiedlichen Preise von Koh erklären sich durch die teilweise extrem wertvollen Ingredienzien. So kann z.B. Jinkoh, das harzhaltige Holz des Aloebaumes, dessen kostbares Aroma sich  erst über Jahr-tausende unter dem Druck der Erde wo es vergraben liegt verdichtet, im Gramm-Preis höher gehandelt werden als Gold. Das Außergewöhnliche Aroma von Jinkoh ist in Japan sehr geschätzt und bei der Herstellung von Koh unerlässlich. Hier liegt das Geheimnis der herausragenden Qualität von japanischem Räucherwerk im Vergleich zu den Produkten anderer Länder.
 
DIE ANWENDUNG VON RÄUCHERWERK:
In Japan wird Räucherduft vielseitig verwendet. Die Produktliste gibt Aufschluss über die verschiedenen Wirkungsweisen und hilft somit den Duft passend zum Anlass auszuwählen. Edles Koh schafft jederzeit eine elegante Wohnatmosphäre, besonders schön in Kombination mit einem lkebana-Blumen- Gesteck. Es unterstützt wirksam die Entspannung und Meditation und wird aus diesem Grund gerne von Therapeuten angewandt. Koh erhöht die Konzentration und dient der Inspiration bei kreativer Arbeit. Einige Räucherdüfte wirken appetitanregend und eignen sich beim Servieren östlicher Spezialitäten. Andere wiederum, sind auf die Jahreszeit abgestimmt. Vielleicht finden Sie Gefallen am Spiel des Wiedererkennens bestimmter Düfte und veranstalten mit Freunden eine Koh-Do-Zeremonie. Gleich wie und wann wir japanisches Koh verwenden, im Mittelpunkt sollte vor allem immer der reine Genuss des Duftes stehen.
 
DEM DUFT LAUSCHEN         
Räucherstäbchen kurz anzünden und sanft auswedeln und in einen dafür bestimmten Halter oder ein Gefäß mit Asche bzw. feinem Sand stecken.
Sich entspannen, tief atmen und spüren, wie Stress, Sorgen und Alltagshektik ganz langsam in Rauch aufgehen..........
Wie ein feiner weißer Pinsel, von unsichtbarer Hand geführt, durchzieht der Rauch in sanft schwingender Bewegung den Raum.  Indem wir Ihn beobachten, vertieft sich noch unsere Entspannung. Ab und zu steigen, beim Wahrnehmen des zarten Duftes, Bilder und Erinnerungen in uns auf. So lauschen wir dem Duft nach alter Koh-Do-Tradition.
Der Räucherduft sollte nicht direkt eingeatmet werden, denn die subtilen Duftnoten entfalten sich am besten bei etwas Abstand.
 
Japanische Räucherstäbchen von Shoyeido
ELF GENERATIONEN HÖCHSTER QUALITÄT UND REINHEIT

SHOYEIDO, 1705 gegründet, gilt bis heute noch als die angesehenste Firma Japans, spezialisiert in der traditionellen Herstellung von edlem Räucherwerk, genannt 'Koh'.
Alle ihre Produkte werden nach überlieferten Methoden gefertigt und nur feinste pflanzliche Naturrohstoffe aus aller Welt finden dabei Verwendung.  Aus erlesenen Mischungen von kostbaren Aromahölzern, Baumharzen und seltenen Rinden, sowie exotischen Gewürzen, Kräutern und Blüten entstehen exquisite Duftkreationen von allerhöchster Finesse und von absoluter Reinheit.
Wie bei einem hochwertigen 'Parfüm', achtet der japanische Räucherwerk-Meister besonders auf das harmonische Zusammenspiel aller Zutaten.  Er berücksichtigt dabei auch die erwünschte Wirkungsweise.  Oft spiegelt sich die ' Inspiration " des Meisters in dem poetischen Namen des neu entwickelten Duftes wieder, dessen genaue Zusammensetzung ein wohlgehütetes Geheimnis der Manufaktur bleibt.
In keinem anderen Land gewann Räucherwerk eine so große Bedeutung wie in Japan.  Daher ist es nicht erstaunlich, dass die kostbarsten und edelsten unter den Räucherstäbchen auch noch heute aus dem Land der aufgehenden Sonne ' stammen. 
 


DIE 10 TUGENDENDEN VON KOH
Von einem bekannten Zen-Priester im 16. Jahrhundert überliefert und bis heute Ausdruck der Koh-Würdigung.  Koh bedeutet "Räucherduft'.
 
Öffnet die Welt des Transzendentalen
Reinigt Körper, Geist und Seele
klärt die Atmosphäre von Negativem
Erweckt die Sinne
Ein Freund und Begleiter in Momenten der Einsamkeit
Erweckt die Sinne
Ein Freund und Begleiter in Momenten der Einsamkeit
Bringt Besinnung und Frieden inmitten der Hektik des Leben
Selbst im Überfluss genossen; Man wird dessen nie müde
Selbst mit nur Wenigem: Man ist doch zufrieden
Verliert nicht an Duft und Wirkung durch langes Lagern
Auch bei täglichem Gebrauch schadet es nicht

 

Warum wird geräuchert?        

Eine der ältesten Formen der ,Aromatherapie" ist wohl das Räuchern. Es gab und gibt praktisch in jeder Kultur das Ritual des Räucherns zu den unterschiedlichsten Zwecken. Es ist Bestandteil von religiösen Zeremonien und magischen Ritualen, aber auch für den täglichen ,,Hausgebrauch" auf der ganzen Welt zu finden. In der Antike wurde Räucherwerk als Nahrung für die Götter verbrannt, um diese für die Geschicke auf der Erde wohlzustimmen Man räucherte, um die Ahnen anzurufen, Glück und Wohlstand anzuziehen, oder um böse Geister von Haus und Hof fernzuhalten. Schamanen Seher und andere Heiler versetzten sich durch Räucherwerk in Trance, um Kontakt mit Göttern oder anderen feinstofflichen Wesen herzustellen, um an verborgenes Wissen zu gelangen, und das spirituelle Wachstum zu fördern.
Man verwendete Räucherwerk zur Desinfektion von Räumen, zur Vertreibung von Schädlingen, z.B. in Korn- und Speisekammern und zur Haltbarmachung von Nahrungsmitteln Auch in der Medizin fanden viele Räucherstoffe Verwendung: bei Asthma, Entzündungen, Schlafstörungen, für die Zahnpflege und natürlich für viele andere Krankheiten. Ebenso waren und sind auch heute noch Räucherzeremonien bei Jahreszeitenwechsel, Hochzeiten, Taufen und sonstigen gesellschaftlichen Ereignissen sehr beliebt. Das Wichtigste aber, man verbrannte Räucherwerk bei der Meditation, zum Entspannen, beim Gebet, bei Streß und Ärger, zur Stärkung und Anregung der körperlichen Lust, zum Anziehen von Liebe oder einfach nur aus Freude am Duft. Im Orient dient Räucherwerk heute noch zur Parfümierung von Kleidung und Körper. 
 
 

 

 Wie wird geräuchert?       

In alten Zeiten wurde in jedem Haus ein Feuer unterhalten - so hatte man immer glühende Kohle oder Holzglut, worauf man Harze oder Kräuter verräuchern konnte. Heute gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten, Räucherwerk zu verräuchern: Weit verbreitet ist die Verwendung von Selbstzünderräucherkohle. Hierfür geben Sie etwas Sand auf den Boden eines Räuchergefäßes (ohne Sand könnte das Gefäß sehr heiß werden!). Dann stellen Sie eine Holzkohletablette aufrecht in den Sand und zünden sie an einer Seite an. Durch den Selbstzündemechanismus fängt bald die ganze Tablette an zu glühen. Sobald sich an der Oberfläche eine grau-weiße Schicht bildet, können Sie die Tablette umlegen, mit der Mulde nach oben. In diese Mulde geben Sie mit einem geeigneten Löffelchen oder mit den Fingerspitzen vorsichtig Harze, Hölzer, Kräuter oder vorbereitete Mischungen. Diese Stoffe verglimmen und es bildet sich Rauch, der formenreich nach oben steigt. Dosieren Sie vorsichtig und legen Sie lieber später wieder nach. Brenndauer der Kohle ist mehr als eine Stunde. Bitte bewahren Sie die Kohle trocken auf! Recht neu ist das Verräuchern über einer Teelichtkerze. Diese Möglichkeit ist an die Aromatherapie angelehnt. Ein sehr feines Sieb wird in einem Abstand von ca. 5 bis 10 cm über einem Teelicht angebracht. Hierfür eignen sich Aromalampen, von denen man die Schale abnehmen kann oder eigens für die Siebe hergestellte Räucherstövchen. Die Kräuter oder Harze werden direkt auf das Sieb gegeben. Durch die aufsteigende Hitze der Kerzenflamme werden sie langsam verglimmen.


Achtung: Wenn das Netz zu nahe an die Kerze kommt könnten sich Kräuter oder Harze entzünden. Bitte nicht unbeaufsichtigt lassen!

 

 

 

 
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